Behörde für Verkehr und Mobilitätswende lehnt 2. Aufzug für den Bahnhof Wandsbek Markt ab

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Behörde für Verkehr und Mobilitätswende lehnt 2. Aufzug für den Bahnhof Wandsbek Markt ab 
CDU fordert mindestens funktionierende Shuttle-Lösung während der Bauzeit des bestehenden Aufzuges

Die CDU-Bezirksfraktion Wandsbek forderte im September 2024 in einem Antrag eine Barrierefreiheit am U 1-Bahnhof und Busbahnhof Wandsbeker Markt durch einen 2. Aufzug zu sichern. Der Bahnhof Wandsbek Markt mit Busanlage und U-Bahn ist einer der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte in Hamburg. Der ZOB und die U-Bahn Wandsbek Markt haben täglich insgesamt 114.000 Ein- und Aussteigende. Für den barrierefreien Zugang steht lediglich ein Personenaufzug außerhalb der Busanlage auf dem Wandsbek Markt hinunter zum Bahnsteig der U-Bahn zur Verfügung. Dieser vorhandene Personenaufzug (Baujahr 2005) soll bereits nächstes Jahr erneuert werden.

Die Politiker hatten die Behörde für Verkehr und Mobilität und die Hochbahn zu einer Teilnahme an der Ausschuss-Sitzung eingeladen, um über die Barrierefreiheit zu sprechen. Dies lehnte die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende ab und sprach sich zugleich gegen einen 2. Aufzug am Umsteigebahnhof Wandsbek Markt aus. Erst wenn alle bestehenden Schnellhaltestellen mit einem Aufzug barrierefrei erreichbar seien, werde für 2. Aufzüge zu entscheiden sein (Drs. 22-1168). Zudem gab die Fachbehörde keine Auskunft, ob die Bezirksversammlung mit in die Planungen der Ersatzverkehre, die während der Erneuerung des bestehenden Aufzuges notwendig wären, eingebunden werden. Konkrete Vorschläge der CDU, wie eine barrierefreie Shuttle-Lösung vom U-Bahnhof Wandsbeker Chaussee durch die Verlängerung der Linien 10, 163 und 263 für die Dauer der Sanierung des bestehenden Aufzuges, wurden von BVM nicht aufgegriffen.

Dazu Dr. Natalie Hochheim, Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek: „Wir lassen uns von der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende nicht abschütteln. Der Umsteigebahnhof Wandsbek Markt ist einer der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte in Hamburg. Wenn die Fachbehörde schon einen 2. Aufzug für die nächsten Jahre ablehnt, dann muss zumindest für die Zwischenzeit der Erneuerung des bestehenden Personenaufzuges, ein barrierefreier und verlässlicher Busverkehr über die Wandsbeker Chaussee über den Linienverkehr als temporäre Alternative eingerichtet werden.“

Dazu Jörg Stahl, von der CDU als Mitglied für den Inklusionsbeirat Wandsbek benannt: „Der Ausfall des Aufzuges müsste auch so kurz wie möglich ausfallen und dürfte nicht wie im Falle des S-Bahnhofs Barmbek mehrere Jahre bis zur Wiederinbetriebnahme andauern. Zudem sollte die Kommunikation über die mangelnde Barrierefreiheit besser laufen als bei den Brückenarbeiten am Bahnhof Wandsbek-Gartenstadt. In einem Antrag werden wir erneut auf die Behörde für Mobilität und Verkehrswende zugehen und eine vernünftige Lösung fordern.“

Bild: Dr. Natalie Hochheim mit dem Bürger Gerrit Lehmann, der den Aufzug am Wandsbeker Markt fast täglich benutzt (Foto: CDU-Fraktion Wandsbek)